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#37 – SMART CITY & SPS IPC DRIVE

Smart Cities: Für eine Innovierende und Nachhaltige Zukunft.

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Die Web Summit in Portugal, die größte Technologie-Konferenz der Welt, brachte letzten Monat erneut über 1000 Speaker und 60 000 Teilnehmer zusammen. Unser Partner, das ArchiExpo E-Magazine, holte sich Informationen vom Gipfel um zu erfahren, wie Technologie für Bau und Design smarter Städte von morgen genutzt werden kann. Chefredakteurin Erin Tallman interviewte den Regenerierungs – Architekten Thomas Ermacora , den Wmoove- Gründer Juergen Resch und Yvonne Wassenaar, CEO bei Airware.

 

Die Technologie hat eine Unmenge von Problemen auf dem Gebiet des Städtedesigns verursacht. Als nach dem 2. Weltkrieg die Nutzung des Automobils explodierte, begannen die Städteplaner, die Städte für die Autos zuzuschneiden – und vernachlässigten dabei sowohl den individuellen Bedarf als auch den der Gemeinden. Aber die Technologie kann durchaus auch Lösungen anbieten, wenn sie auf saubere Weise in ein Konzept integriert wird, das auf den Menschen ausgerichtet ist. Der Architekt Thomas Ermacora ist der Ansicht, dass fünf zentrale Elemente die Städteplanung verbessern können: partizipative Design-Tools, das Erstellen eines strategischen Rahmens für die Verwendung von Software, Big Data in Verbindung mit künstlicher Intelligenz, Sozialpsychologie und Bio-/Nanotechnologie.

Die gemeinsame Schaffung einer städtischen Zukunft durch Technologie

Das Buch von Thomas Ermacora und seiner Co-Autorin Lucy Bullivant, „Recoded City: Co-creating Urban Futures“, erforscht Vergangenheit und Gegenwart dieses Gestaltungssystems, um zukünftige Möglichkeiten aufzuzeigen. Thomas Ermacora greift beispielsweise die Idee des Open Source Städtebaus wieder auf—ein Konzept, das deutlich älter ist, als man annehmen könnte. Im Jahr 2010 arbeitete er zusammen mit Bullivant an dem Projekt Recoded City, das die Bedeutung der Bürgerbeteiligung für die Erschaffung von dauerhaften und lebenswerten Städten unterstreicht.

Es ist alles sehr aufregend, weil Architektur- und Design-Studios und sogar die Beamten der Städte mehr und mehr verstehen, dass die Teilnahme der Bürger nicht unbedingt eine Verarmung der Designs bedeutet.

Das Zuhören und Teilnehmen an der größten Technologie-Konferenz bot die perfekte Gelegenheit, mit den bedeutendsten Akteuren auf dem Gebiet der Technologie über die Idee der Open-Source-Städte zu diskutieren, egal ob es sich um die Entwickler oder die Integrierer handelt.

Die Vorstellung der Technologie, bei der jedermann ein Smartphone in der Tasche hat, kann ein deutlich sichtbares Netzwerk von Designteilnehmern schaffen.

Drohnen filmen digitale Ansichten der uns umgebenden Welt mit ihren Gebäuden.

Die Firma Airware, die von Drohnen erstellte Analysen vertreibt, bietet auch eine neue Möglichkeit, Menschen zu helfen, die Welt der Physik zu verstehen und mit ihr zusammenzuwirken. Das Unternehmen sammelt von Drohnen aufgenommene Bilder sowie sensorische, IoT- und andere Daten, und verwandelt sie beispielsweise in digitale Ansichten von interessanten Orten wie Baustellen. Yvonne Wassenaar, CEO bei Airware, erklärt:

Die Menschen müssen sich nicht mehr in gefährliche Situationen begeben. Heutzutage können sie eine Drohne senden, um beispielsweise Daten zum Thema Abnutzung von Dächern zu sammeln. Bei Airware schauen wir in die Zukunft.

Wir nutzen die modernen Technologien – Clouds, maschinelles Lernen, AI etc., – [die Airway erstellen kann]; eine Welt, die in der Zukunft gedeihen kann – sicherer, besser oder effizienter gebaut und ausgerüstet usw.

Die Baubranche profitiert von der Einfachheit, mit der Drohnen Daten erfassen können. Die Unternehmer müssen jedoch die Daten so nutzbar machen, dass sie verwendet und geteilt werden können und nachverfolgbar sind. Das Airware-System hilft, Arbeitsfortschritte, Bodenbewegungen und Konzeptänderungen aufzuzeichnen und vergleicht Zeichenpläne mit Bestehendem.

Es ist spannend, Technologien wie maschinelles Lernen und AI in der physikalischen Welt anzuwenden, wo so viele Unternehmen bis jetzt noch weit hinter der digitalen Entwicklung zurücklagen.

Lesen Sie hier die Geschichte dazu: Caterpillar Ventures investiert in Airware, um intelligentes Arbeiten auf Baustellen mittels bedarfsgerechter, maßstabsgenauer Flächendaten zu fördern

Befreiung der Energie im Abfall

Die deutsche Startup Wmoove ist überzeugt, dass Nachhaltigkeit die Zukunft ist. Sie erfand eine Lösung für zwei der aktuellen Hauptprobleme: zuviel Abfall und einen zu hohen Energieverbrauch. Das Unternehmen hat Ladestationen entwickelt, die Abfall in Energie umwandeln und diese bis zu sechs Stunden lang für einen späteren Transfer verfügbar machen. Die Energie kann zum Laden von elektrischen Fahrzeugen oder für diverse Anlagen verwendet werden. Juergen Reusch, Gründer und Leiter von Wmoove, erklärte dem ArchiExpo e-Magazine das System:

Wir haben ein Mikrowellen-Konzept entwickelt, mit dem wir den Abfall erhitzen. Wir halten die Feststoffe – z.B. Metalle – zurück und wandeln den Rest des Abfalls in Gas um. Anschließend verwenden wir eine Wasserkraft-Turbine, die die Energie generiert.

Wmoove ist gegenwärtig auf der Suche nach Kunden im Bereich der Supermarkt-Wirtschaft, wo Lebensmittel- und Verpackungsverschwendung in Energie umgewandelt werden könnten, um sowohl Anlagen als auch elektrische Fahrzeuge zu betreiben. Das Unternehmen glaubt auch an Flughäfen und Einkaufszentren als potentielle Kunden. Das System könnte grundlegende Elemente der Städteplanung umwerfen, insbesondere die Infrastruktur, dort, wo die Städteplaner die Wmoove Ladestation in Ihre Pläne integrieren könnten. Die Stadt Düsseldorf wird dabei die erste sein, wenn sie fünf solche Systeme installiert – ein Schritt nach vorne für die Erweiterung des Smart-City-Konzeptes.

 

Aus dem Englischen übersetzt von Claudia Fischer


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