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#37 – SMART CITY & SPS IPC DRIVE

Blockchains – Grüne Energie der Zukunft für smarte Städte?

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Die Kosten für erneuerbaren Strom verringern sich; das Problem der Verfügbarkeit jedoch bleibt bestehen. Die Blockchain-Technologie könnte uns helfen, Stromnetze aufzubauen und die Produktion näher zum Verbraucher zu bringen. Besichtigen Sie mit uns drei Plattformen für grüne Energie, die sich auf Blockchains stützen.

 

Im November 2017 zeigte das Finanzforschungs-Unternehmen Lazard auf, dass erneuerbare Energie bereits jetzt billiger ist als je zuvor und zeitweise sogar weniger kostet als Treibstoff. In den letzten vier Jahren fiel der Preis der dem Verbrauch angepassten Solarenergie um 36 Prozent. Mit $46 bis $53 pro Megawatt/Std. kostet sie weniger als Kohle ($60). Aber das Festlegen eines Preises ist nur ein Teil der Herausforderung, die die grüne Energie darstellt. Die Verfügbarkeit der Sonnenenergie ist abhängig von Wetter und Tageszeit, und ihre Produktion findet oftmals weit von dem Ort entfernt statt, an dem sie gebraucht wird.

Das Microgrid

Ende 2016 ging der weltweit bekannte Maschinenbauriese Siemens eine Verbindung mit der kleinen US-Startup LO3 Energy ein. Gemeinsames Ziel war es, mit Blockchain-basierter Energie zu handeln. Seit April 2016 hat LO3 Bewohnern des New Yorker Bezirks Brooklyn dabei geholfen, Solarpanele auf Dächern in einem Microgrid zu verbinden. Dies gibt den Bewohnern die Möglichkeit, mittels der Blockchain Technologie Strom zu kaufen und zu verkaufen und gleichzeitig einen gemeinsamen, fälschungssicheren Bericht der einzelnen Transaktionen zu generieren. Selbst Nachbarn ohne Solarpanele können die Energie des Microgrids kaufen.

Mit freundlicher Genehmigung von Siemens

Scott Kessler, Leiter fur Marketing und Geschäftsentwicklung des Unternehmens, ist der Ansicht, dass die Fähigkeit der Blockchains, Transaktionen aufzuzeichnen, kleinen Energieproduzenten und -verbrauchern die Möglichkeit gibt,  Elektrizität zu kaufen und zu verkaufen, weil Nachfrage und Produktion unterschiedlich sind. Zahlreiche Produktions-und Kontrollgeräte können problemlos in ein Netz integriert werden.

Wir versuchen, eine Plattform herauszubringen, um einen Marktplatz für Netzgeräte aufzubauen. Wir sehen die Blockchains als effizientes Kommunikationsprotokoll für einen solchen Marketplace an.

Kessler erklärt, dass konventionelles Netzmanagement ein zentrales Kontrollsystem verlangt, das Daten aus dessen Umgebung nutzt, sie analysiert und Befehle an die Peripherie-Ausrüstung weitergibt. Da die genauen Blockchain-Aufzeichnungen allen Partien zugänglich sind, kann das Netz in Echtzeit über einen Marketplace von Geräten gemanagt werden. Kessler ist der Ansicht, dass wenn die Technologie die Energienetzwerke neu konzipiert, neue Anreize für die Energieproduktion dort entstehen, wo sie wirklich gebraucht wird.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erhalten kleine Produzenten Kredite zu Großhandelspreisen, und vielleicht sogar noch ein paar Umweltsubventionen. Wir halten es für vorteilhaft, die Stromverteilung über große Entfernungen mittels Übertragungssystemen zu reduzieren. Die Produktion vor Ort ist für den Markt leicht zugänglich.

Lokale Stromschleifen

LO3 Energy ist nicht das einzige Unternehmen, das sich mit Blockchains befasst, um den Übergang zur grünen Elektrizität anzukurbeln. Greenflex, ein Unternehmen des Energie-Riesen Total, arbeitet mit dem französischen Unternehmensberater Blockchain Partner am Konzept lokaler Energieschleifen. Lucas Elicegui, Leiter der Innovationsabteilung bei Greenflex, erklärt:

Das Energiemanagement der Zukunft wird deutlich lokaler orientiert sein. Damit dies Wirklichkeit wird, brauchen wir die richtigen Tools. Die wenigen lokalen Produzenten müssen darum jetzt entscheiden, ob sie Selbstverbraucher bleiben oder Anbieter werden.

Er erklärt, dass wenn Bürogebäude und Wohnungen mit Solarpanelen ausgestattet werden, die Energie zu unterschiedlichen Zeitpunkten verbraucht werden kann. Es ist sinnvoll, die lokale Überproduktion zu verkaufen, anstatt sie in ein nationales Netz einzubringen.

Für den lokalen Produzenten und Verbraucher ist dies reiner Gewinn. Man kann lokal mehr erreichen als über einen Großanbieter, wobei der Verbraucher gleichzeitig einen niedrigeren Preis erhält.

Elicegui fügt hinzu, dass die Blockchain-Aufzeichnungen auch zeigen werden, dass ein bestimmter Anteil des Stroms zu einem bestimmten Zeitpunkt produziert wurde, und dass ein lokaler Verbraucher zugestimmt hat, ihn zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Dies alles wird mit größter Wahrscheinlichkeit von Computern gemanagt werden. Die Partner von Greenflex und Blockchain hoffen, gegen Ende des Jahres über eine Prototyp-Plattform zu verfügen und diese aktiv zu schalten. Sowohl das Modell von Greenflex als auch das von LO3 Energy versprechen, die grüne Energiewirtschaft zu verändern und entsprechende Investitionen anzuregen. Gleichzeitig hofft ein weiteres Unternehmen, Blockchains zu verwenden, um den Zugang zur Finanzierung erneuerbarer Energien zu erleichtern.

Das Token System

Mit freundlicher Genehmigung von WePower

Die Litauische Start-Up WePower bietet Unternehmern die Möglichkeit, grüne Energie direkt an den Verbraucher zu verkaufen, bevor großräumige Anlagen für grünen Strom gebaut werden. Das Blockchain basierte Token System eröffnet Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmer und bietet dem Käufer einen Rabattpreis. Kommerzielle Energieverbraucher können Token Systems schon vorab von Unternehmern kaufen, die Anlagen bauen. Sie garantieren ihnen auf diese Weise den zukünftigen Zugriff auf grüne Energie und auf einen niedrigeren Preis. Firmenleiter Artūras Asakavičius sagt, dass die Banken dadurch, dass Subventionen für erneuerbare Energie aufgehoben werden, nun ein höheres Basiskapital verlangen. Das WePower System bietet Unternehmen Zugriff auf dieses Kapital und hilft gleichzeitig großen professionellen Verbrauchern, ihren Verpflichtungen beim Kauf grüner Energien nachzukommen. WePower hat bereits einen Kunden für ein 1000 MW-Solarprojekt aquiriert und plant die Installation für nächstes Jahr.

Aus dem Englischen übersetzt von Claudia Fischer

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