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    #37 - SMART CITY & SPS IPC DRIVE

    Metropolis 4.0: Rundfahrt durch eine Smart City

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    Überall in der Welt gehen Städte über zur Smart Technology – um an Effiizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu gewinnen. Singapur und Dubai haben den Weg gebahnt. In der Nähe von Boston wird zur Zeit eine zukünftige Smart City gebaut. Steigen Sie ein zu einer Rundfahrt durch Metropolis 4.0.

     

    Als Blade Runner 2049 diesen Herbst in den Kinos aufschlug, ließ er die schweißgebadeten Zuschauer mit einer dystopischen Vision des Metropolis der Zukunft zurück – bedrückend, menschenüberfüllt und verseucht. In Wirklichkeit können wir ein deutlich freundlicheres Bild von Städten der Zukunft malen, ein Bild mit Solarpanelen und Gärten auf jedem Dach, Straßenlaternen, die eine defekte Birne anzeigen und Sensoren, die Autofahrer um Staus herumleiten. Eine Smart City integriert Technologien, die gezielt auf Energieeffizienz, Abfallmanagement, Transport, bürgerliches Engagement, öffentliche Gesundheit und Sicherheit setzen. Der American Smart Cities Council setzt sich ein für lebenswertere und dauerhafte Städte, in denen das Arbeiten angenehm ist. Der Vorsitzende, Jesse Berst, erklärt:

    Vor 150 Jahren musste man in Amerika seine Stadt an einer Eisenbahnlinie bauen oder man verkümmerte und starb. Heute braucht man einen Breitband-oder Glasfaser – Internetzugang und saubere, zuverlässige Energie. Dies sind die zwei Grundpfeiler, auf denen alles aufbaut. Fast jedes Problem, mit dem Städte heutzutage konfrontiert werden, kann mit smarter Technologie umgangen werden. Das Kernversprechen der Smart City lautet glücklichere Bürger für weniger Geld.

    Image from the movie Blade Runner 2049

     

    Eine auf Daten gebaute Stadt

    Wenn Datenfernübertragung und saubere Energie die Grundlage sind, dann sind Daten Bausteine. Durch das Zusammentragen jedes einzelnen Aspektes des Lebens in der Stadt und die Verarbeitung von großen Datenmengen können Städte die Punkte auf völlig neue Arten miteinander verbinden. Sie brauchen sich nicht mehr zu fragen, wann und wo die Straßen verstopft sind – die Straßen zeigen es selbst an. Berst erläutert weiter:

    Zum ersten Mal können Städte Entscheidungen, die auf minutengenauen Bedingungen beruhen, implementieren.

    Das Boston’s Citywide Analytics Team sammelt Daten auf einer Reihe von Regierungsprogrammen und -Lösungen, u.A. zum Thema der Verringerung von Schießereien und der Reinigung von Graffiti. Für ein besseres Management werden die Informationen auf Wandtafeln im Büro des Bürgermeisters angezeigt.

     

    Die Lab City

    Während zahlreiche Städte bereits damit beginnen, mit smarten Technologien zu arbeiten, bleibt das Nachrüsten einer ganzen Stadt eine Aufgabe von immenser Größe. Dort, wo sich früher eine US Marinebasis befand, zwölf Meilen südlich von Boston, wächst heute eine neue Stadt empor. Union Point ist ein 1500 ha-Projekt, an dem man sich durch den Besuch einer realitätsnahen Ausstellung eine Vorstellung davon machen kann, wie die Smart Cities von morgen aussehen werden. Im Laufe der nächsten 10 Jahre werden 4000 Wohngebäude und ca. 1 Million m2 Geschäftsgebäude gebaut werden. Kyle Corkum, Geschäftführer und geschäftsführender Teilhaber des Entwicklungsunternehmens LStar Ventures erklärt das Konzept:

    Es handelt sich um eine Art lebendes Labor, wo Experimente und Innovationen durchgeführt werden können. Wir befinden uns in einer einzigartigen Position, die es uns gestattet, eine Umgebung zu schaffen, die sich leicht anpasst und Technologien der Zukunft sowie Veränderungen auf der Grundlage zukünftiger Anforderungen integriert.

    In Union City entsprechen alle Geschäftsstrukturen den höchsten LEED Standards für nachhaltige Gebäude. Boden- und dachinstallierte Solarpanele liefern die erneuerbare Energie und smarte Messgeräte und Sensoren verwalten Angebot und Nachfrage. Brauchwasser wird vor Ort bearbeitet und wiederverwendet, wodurch der Trinkwasserbedarf um ca. 60% reduziert wird. Der Teilhaber General Electric installiert experimentelle Technologien in Straßenlaternen, Energieausstattungen und anderen städtischen Installationen, um u.a. den Verkehr zu überwachen und zu leiten. Das Konzept konzentriert sich ebenso auf Fußgänger und Fahrradfahrer wie auf Autos, und die Pläne beinhalten auch selbständige Fahrzeuge und Zubringerdienste.

    Die Welt liegt Ihnen (smart) zu Füßen

    Die Effizienz wird angekurbelt, doch auch die Smart Technology wird den Handel anziehen. Städter sind es gewöhnt, dass alles zu ihrer Verfügung steht – sie bestellen ihr Essen, ihre Kleidung und ihre persönlichen Transportmittel über ihr Smartphone wann immer sie wollen. Und sie erwarten dieselbe Effizienz von der Regierung ihrer Stadt. Singapur und Dubai haben ihren Bürgern mit Internetanschluss bereits die meisten städtischen Dienste zugänglich gemacht. Jesse Berst fügt hinzu:

    Diese Tatsache gibt ihnen einen starken Vorteil, wenn ein Unternehmen die Entscheidung treffen muss, wo es sich vergrößern oder seine nächste Niederlassung bauen soll.

    Als Amazon kürzlich verkündete, sie seien auf der Suche nach einem Platz für eine zweite Niederlassung, löste dies einen Ansturm von Interessenten aus, die versuchten, den Web-Giganten- zu umwerben. Mehr als 200 Städte machten Angebote, unter anderem auch Union Point.

    Amazon ist auf der Suche nach einer smarten, vernetzten Stadt; so wollen die Generation der Jahrtausendwende und die Nachwuchstalente leben. Smart zu werden ist ein Must für Städte, die Arbeitsplätze schaffen und innerhalb der weltweiten Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben wollen.

    Schnelle Urbanisierung

    Die Smart City Barcelona

     

    Die Erschaffung der Smart City von morgen ist ein noch unvollendeter Prozess, ein Bestreben, das immer weiter fortschreitet. In Barcelona wurden Lampenpfosten mit Sensoren ausgestattet, die mit dem Internet verbunden sind und von der Lärmentwicklung bis hin zu Stau-Stufen, von der Luftverschmutzung bis zum Verkehrsaufkommen alles messen. Diese smarten Technologien haben Millionen von Dollars für die Stadt gespart und laut dem ehemaligen Abgeordneten, dem Bürgermeister Antoni Vives auf der CES in 2014 fast 50 000 Arbeitsplätze geschaffen. Überall in der Welt ziehen Millionen von Menschen aus ländlichen Gegenden in die Städte. Um das Jahr 2030 herum werden zwei Drittel der Weltbevölkerung Stadtbewohner sein, und dies bedeutet eine gewisse Anzahl an Herausforderungen. Jesse Berst warnt:

    Wir können diesen Einwandererfluss in die Städte nicht aufnehmen, wenn wir nicht immer mehr mit smarter Technologie arbeiten. Mit anderen Worten: Smart Cities sind ein unvermeidliches Phänomen. Es ist nicht nur ein Trend. Es ist ein Rennen.

     

    Aus dem Englischen übersetzt von Claudia Fischer

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